„Die Partei hat immer recht”. Die SED im Alltag der DDR
Eine Ausstellung der Bundesstiftung Aufarbeitung von Stefan Wolle
Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur präsentiert die Ausstellung „Die Partei hat immer recht. Die SED im Alltag der DDR“. Anlass ist der 80. Jahrestag der Zwangsvereinigung von SPD und KPD im April 1946. Ihr Autor ist der Historiker Dr. Stefan Wolle.
Die Ausstellung folgt dem seit 2009 über 20-mal erprobten Konzept der Stiftung: Sie umfasst 20 Tafeln und wird als Poster-Set im DIN-A1-Format angeboten. Zusätzlich stehen druckfähige Dateien, unter anderem im Roll-Up-Format (85 × 215 cm), sowie fremdsprachige Fassungen zur Verfügung – insbesondere für die deutsche auswärtige Kultur- und Bildungsarbeit.
„Die Partei hat immer recht. Die SED im Alltag der DDR“ zeigt, wie tief die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands in das Leben der Menschen eingriff. Die Schau verdeutlicht, dass die SED weit mehr war als eine politische Organisation: Sie bestimmte Politik, Wirtschaft und Justiz ebenso wie den privaten Alltag.
Im Mittelpunkt stehen die Mechanismen ihrer Herrschaft – ideologische Schulung, Kontrolle, Repression und das ständige Einfordern von Loyalität. Die Ausstellung macht sichtbar, wie die Partei ihr Machtmonopol mit Hilfe von Polizei, Justiz und Staatssicherheit absicherte und zugleich ein System sozialer Abhängigkeiten und Gewöhnung schuf. Zugleich thematisiert sie die Widersprüche des Lebens in der Diktatur zwischen Überzeugung und Anpassung, Idealismus und Opportunismus.
Die Ausstellung kann sonntags bis freitags von 14 bis 18 Uhr in den Fluren im EG der STRAZE kostenfrei besucht werden.
Die STRAZE ist mit dem Rollstuhl befahrbar. Es gibt einen Aufzug und eine rollstuhlgerechte Toilette. Alle Toiletten sind All Gender Toiletten.
Veranstalter: STRAZEkultur
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