KZ überlebt. Porträts von Stefan Hanke
Die Fotografien zeugen zusammen mit biografischen Angaben und Zitaten der Protagonist*innen von den Verbrechen der Nationalsozialisten.
Mehr als eine Dekade suchte der Fotograf Stefan Hanke Überlebende nationalsozialistischer Konzentrationslager aller noch erreichbaren Verfolgtengruppen auf und hielt sie in beeindruckenden Schwarz-Weiß-Aufnahmen fest.
Die Fotografien zeugen zusammen mit biografischen Angaben und Zitaten der Protagonist*innen von den Verbrechen der Nationalsozialisten. Die Achtung und Würdigung der KZ-Überlebenden ist unverzichtbarer Bestandteil der Erinnerungskultur.
Viele der Porträts zeigen Überlebende aus Polen, wie Kazimierz Piechowski, der bereits im Sommer 1940 nach Auschwitz deportiert wurde. Ihm gelang unter großem Mut die Flucht aus dem Lager und er schloss sich in den folgenden Jahren der Polnischen Heimatarmee (Armia Krajowa) im Kampf gegen die deutsche Besatzung an.
Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung sind ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Ravensbrück wie die Französin Marie-José Chombart de Lauwe, die ebenso im Widerstand, der Résistance, aktiv war. In der Fotografie von Stefan Hanke steht die Zeitzeugin im Gedenken an die vielen Opfer am Ufer des Schwedtsees in der Gedenkstätte.
Sowohl Chombart de Lauwe als auch Piechowski waren politisch und beruflich nach 1945 aktiv und fanden große Anerkennung in der französischen und polnischen Gesellschaft.
Am Anfang der Ausstellung zeigt eine Karte das NS-Lagersystem im besetzten Europa. Pommern lag zwischen den Konzentrationslagern Ravensbrück und Stutthof. Auch in Pommern gab es ein weitverzweigtes Netz von Außenlagern der Konzentrationslager, Zwangsarbeiterlagern und Lager für Kriegsgefangene.
Der Fotograf Stefan Hanke begann 2004 Überlebende der Konzentrationslager zu porträtieren. Seine Wanderausstellung kommt nach vielen Stationen nun erstmals nach Mecklenburg-Vorpommern. Ausführliche Biografien der Porträtierten sind in dem Bildband „KZ überlebt. Porträts von Stefan Hanke“ zu finden.
Die Ausstellung findet im Rahmen eines deutsch-polnischen Projekts zusammen mit der Universität Stettin statt.
Veranstalter: Pommersches Landesmuseum

