Der „Deutsche Wald“ – Ein fataler Mythos
Vortrag von FARN
Der Wald ist nicht nur Ökosystem, sondern als „Deutscher Wald“ auch ein ideologisch aufgeladenes Motiv. Schon seit der Romantik und vor allem im Nationalsozialismus diente er als Begründung einer untrennbaren Verbundenheit zwischen einer „deutschen Volksgemeinschaft“ und der „deutschen Landschaft“.
Der Vortrag gibt einen Einblick in die Waldgeschichte in Deutschland und zeigt, wie der Wald immer wieder für menschenverachtende, rassistische und faschistische Ideologien benutzt wurde. Auch heute beziehen sich extrem rechte Gruppierungen auf den Wald, um ihre völkischen Ideen von Heimatliebe, Nationalismus und dem Kampf gegen das vermeintlich Fremde zu verbreiten.
Seit 2017 untersucht die Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN) die historischen und aktuellen Verknüpfungen des deutschen Natur- und Umweltschutzes mit extrem rechten und völkischen Strömungen.
Die FARN-Referentin Joy (sie/ihr) engagiert sich seit ihrem FÖJ 2015 in Brandenburg im Naturschutz und hat 2022 den Masterstudiengang Biodiversität, Ökologie und Evolution in Göttingen abgeschlossen. Seither arbeitet sie freiberuflich als Ornithologin (Vogelkundlerin) und gibt Workshops rundum die Verknüpfungen von Naturschutz und rechten Ideologien.
In Kooperation mit der Kulturreferentin für Pommern und Ostbrandenburg und der Gesellschaft für pommersche Geschichte, Altertumskunde und Kunst.
Eintritt: 3,50 €
Veranstalter: Pommersches Landesmuseum

