Rassen – rassistisch – Rassismus
Versuch einer wissenschaftlichen Näherung an ein aktuell strittiges Thema.
Seit fast vierzig Jahren befasst sich der Bevölkerungswissenschaftler PD Dr. Wolfgang Weiß auch mit der anthropologischen Seite der Demographie. Er geht dabei über die elementaren Fragen des Faches im engeren Sinne hinaus. Die Bevölkerungsverteilung auf der Erde, die Bevölkerungsstruktur, ihre Veränderungen durch Geburten, Sterbefälle und Wanderungen sind statistisch relativ gut belegt. Traditionell geht die Demographie dabei aber weder auf das Wesen des Menschen noch auf andere Parameter seiner Existenz ein. Bohren wir tiefer, dann stellen wir fest:
Natürlich sind nicht alle Menschen gleich. Vielmehr gehört die Verschiedenartigkeit der Individuen und diversen Gruppen zu unserer Natur. Menschen unterscheiden sich nicht nur nach dem Alter und dem Geschlecht, wie es die Demographie bislang sehr abstrakt behandelt hat. Es gibt weitere bio-genetische, ethnographische, religiöse und soziale Unterschiede. Im Alltag überlagern sie sich zu sehr komplexen Lebensgemeinschaften, zu Kulturen, die auch noch unterschiedliche technische und technologische Entwicklungsstufen widerspiegeln…
… und plötzlich beginnen einige Menschen zu gruppieren, zu klassifizieren, und den einen über den anderen zu stellen, und das alles mit biologischen oder anderen Eigenschaften zu begründen. Sie sprechen von Rassen.
Aber was sind Rassen? Eine Erfindung der Rassisten? Einige meinen ja, es gäbe gar keine Rassen. Einige meinen sogar, es gab erst den Rassismus, und dann die Rassen. Aber damit würden wir ja wiederum die Existenz von Rassen anerkennen. Darum streichen wir einfach den Begriff Rasse im Grundgesetz und entziehen damit jedem Rassismus die Grundlage. Ganz einfach – oder?
Dr. Weiß sagt: nein. Versuchen wir lieber, das Thema wissenschaftlich zu hinterfragen.
Eintritt: 10,00 €
Veranstalter: Barockschloss Griebenow e. V.

