Greifswalder Gedenken an den November-Pogrom 1938
Erinnerung an der Gedenktafel für die Greifswalder jüdische Gemeinde in der Mühlenstraße
Auch in diesem Jahr soll in Greifswald am 9. November der Ereignisse im Umfeld der damals vom Volksmund so genannten Kristallnacht gedacht werden. Hunderte Synagogen sind in einem Akt seltener Barbarei angezündet worden, Geschäfte wurden verwüstet, Menschen misshandelt, erniedrigt und gefangen genommen. Ein von der Reichsregierung angeordneter Pogrom, der den Beginn des Völkermordes an den Juden bildete.
Die Evangelische Studentengemeinde lädt aus diesem Anlass um 13 Uhr zu einer Andacht in der Mühlenstraße, an der Gedenktafel des früheren Betsaales der kleinen Greifswalder jüdischen Gemeinde ein. Im Anschluss daran sollen Blumen an ausgewählten Stolpersteinen niedergelegt werden.
Bereits am 7. November lädt der CDF Rotary Club Greifswald von 10 bis 16 Uhr zu einem „Hands-On-Tag“ auf dem Jüdischen Friedhof an der Gützkower Landstraße ein. Der gemeinsame Arbeitseinsatz findet auf dem Gelände direkt hinter dem Baustoff- und Fliesenhandel Linnenbecker statt und das Ziel, den Ort wieder sichtbar zu machen und die Erinnerung an die Greifswalder Familien wachzuhalten, deren Angehörige hier zwischen 1870 und 1938 bestattet wurden.
Veranstalter: Evangelische Studentengemeinde
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