Tschechische Kulturtage - Lesung mit Petr Šesták "Ausgebrannt"
Die Erzählung eines Fahrrad-Kuriers. Tschechien ist 2026 Gastland der Frankfurter Buchmesse.
Ausgebrannt von Petr Šesták ist die Erzählung eines Fahrrad-Kuriers, der sich täglich einen Weg durch den Wahnsinn des Straßenverkehrs bahnt, um den Kunden pünktlich das Essen zu liefern. Er kurvt um Hindernisse, duckt sich unter Beschimpfungen weg, teilt selbst welche aus und denkt ständig über die Welt nach. Im Bürgerkrieg der Straße führt er einen unversöhnlichen Kampf für seine Idee von Gerechtigkeit und greift zu immer extremeren Mitteln.
"Ausgebrannt" ist auch ein Text über Ungerechtigkeit, nicht nur auf der Straße, sondern auch in der Arbeitswelt. Über die ungerechte Verteilung von Reichtum und Macht in unserer Gesellschaft. Zugleich ist Ausgebrannt ein Pamphlet und klagt die Fetischisierung des Autos als Symbol für Fortschritt, Unabhängigkeit, Macht und die Privatisierung der Welt an. Alle Autos sind nämlich allegorisch.
Petr Šesták absolvierte ein Pädagogik-Studium an der Karls-Universität in Prag. Zwei Jahre lebte er in einem ausgebauten Transporter und fuhr mit einer Fotoausstellung kreuz und quer durch Europa.
Moderiert wird der Abend von der Übersetzerin des Romans Christina Frankenberg. Die deutsche Lesung übernimmt der Schauspieler Stefan Hufschmidt.
"Ausgebrannt", Roman, Pamphlet, Allegorie, 142 Seiten, erschien 2026 auf Deutsch im Kölner Literaturverlag parasitenpresse.
Eintritt 5 Euro
Bild (c) parasitenpresse

