Filmclub Casablanca zeigt "Bernd – Operation Germanenkind" von Cornelius Schwalm (D 2025)
Gedreht in Peenemünde ist der Film eine Dystopie über Moral, Macht und die dünne Haut der Demokratie. Publikumsgespräch mit dem Regisseur
Bernd arbeitet als Schauspieler mit Behinderung in einem linken Berliner Künstlerkollektiv. Mit ihrem neuen Stück reisen sie nach Peenemünde, das vor allem für die Raketenentwicklung in der einst dort stationierten Heeresversuchsanstalt bekannt ist. Bernd, der zunehmend vom Dritten Reich fasziniert ist, demonstriert seine rechten Tendenzen: laut, sexistisch, rassistisch, respektlos – ein Affront gegen jede moralische Gewissheit der Gruppe. Mit jeder seiner Provokationen zerbricht zunehmend mehr von ihrer Toleranz. Aus Haltung wird Hass, aus Humanismus Gewalt. Am Ende prügeln jene, die sich für die besseren Menschen halten, wie Barbaren auf ihn ein – und aus Demokraten werden exzentrische Wutbürger.
Bernd ist ein böser Komiker, ein Anarchist mit aufgemaltem Bart, der uns seine Schelmenkappe überstülpt.
Cornelius Schwalm ist anwesend zum Publikumsgespräch.
Spielfilm, D 2025, Buch und Regie Cornelius Schwalm, Nach dem Theaterstück „Mongoflipper“ von Maria Kron, 93 min
Produzenten Max Gleschinski ("Alaska"), Torsten Wichner, Jean-Pierre Meyer-Gehrke, Produktion Von Anfang Anders Filmproduktion GbR, Kinostart 10.09.2026
Eintritt 5 Euro
Veranstalter: Filmclub Casablanca e.V.

